KFK 248 (HF 526) "Kapitän Karl Otto"

Im Mai 2007 haben wir den Kutter erworben.

Wie auf den Fotos zu sehen ist, war er nicht gerade in einem tadellosem Zustand:

So war es eigentlich nicht sehr verwunderlich, dass uns der Vorbesitzer mitteilen musste (natürlich erst, nachdem wir den Kaufvertrag unterschrieben hatten, und das Geld bezahlt hatten), dass für den Kutter ein Auslaufverbot bestehen würde.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir, auch wenn es sich hier anders anhört, mit dem Vorbesitzer wirklich Glück gehabt haben. Er ist sehr hilfsbereit und hat uns schon mehrfach wirklich weiter geholfen: Norbert und Claus: "Danke, danke!!!"


Der ehemalige Fischraum war bereits entkernt.

Die Mannschaftsunterkünfte vorne ...

 

...und die Kapitänskajüte hinten waren jedoch noch erhalten.


Hier waren jedoch deutliche Anzeichen von Feuchtigkeitsschäden zu erkennen.

Somit haben wir noch vor dem Besuch der Werft den Mannschaftsraum vorne entkernt. Hinter den Verkleidungen saß der Schimmel und das Holz zerfiel teilweise schon nur vom Ansehen in Staub. 

Am 10.06.2007 fuhren wir dann von Bremerhaven nach Cuxhaven. Begleitet wurden wir auf dieser Fahrt von Thomas. Ohne Ihn und die Hilfe seiner Frau Ramona säßen wir wohl heute noch in der ersten Schleuse fest, auch hier ein Dankeschön!

Am 11.06.2007 ging es dann auf die Slipanlage in Cuxhaven.


(Hier sind die Eisschutzbleche noch montiert)

Am Abend des 11.06.2007 erwarteten wir dann unser (Todes)Urteil in Form eines Kostenvoranschages. Dieser fiel dann aber recht positiv aus. Über die Qualität und Genauigkeit dieses Kostenvoranschlages wollen wir uns hier nicht auslassen. Es hat aber schon seinen Grund, dass wir den Namen der Werft hier genauso wenig nennen wollen. Nach kürzester Zeit hatten wir den Eindruck, dass dieser Kostenvoranschlag entweder auf Unerfahrenheit basierte, oder als Lockangebot dienen sollte. Allein deshalb waren wir schon gezwungen, möglichst viele Arbeitsschritte selbst zu erledigen.

Im einzelnen wurden folgende Arbeiten durchgeführt:

Die Eisschutzbleche rund um den Rumpf wurden beseitigt, um den Zustand der Planken unter den Blechen zu erkennen. Die hierdurch entstandenen Löcher wurden mit von uns selbst geschnitzten Holznägeln verschlossen. (ca. 4.000 Nägel)





Das Unterwasserschiff wurde komplett neu kalfatert und gepecht.





Die Kühlwasserleitung war teilweise durchgerostet. Sie wurde komplett erneuert.

 

Der Kutter hat einen neuen Unterwasseranstrich bekommen.

 

Am 02.07.2007 verließen wir dann, nachdem wir zusehen mussten, wie ein großes Stück Arbeit und jede Menge Geld im Wasser versinkt, die Slipanlage der Werf.

   

Nach dem Verlassen der Werft, haben wir auf der gegenüber- liegenden Seite, etwa 200 m entfernt, festgemacht. Hier sollten dann noch einige weitere Arbeiten durchgeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir an einen Zeitraum von etwa 6 bis 8 Wochen.



Zum Thema Zeitplanung haben wir dann aber schnell eine Menge dazulernen müssen. Zuerst sollte das Deck bearbeitet werden. Teilweise regnete es hier sogar richtig durch. Somit war die Aufgabenstellung:

  -  Überflüssige Aufbauten aus Fischereizeiten demontieren



-  Morsche Planken gegen neue Planken austauschen



 

(es wurden auf dem Deck ca. 25 - 30 lfm neue Planken gesetzt)

  -  Spunte setzen

 

(es wurden auf dem Deck fast 20 Spunte gesetzt)

  -  Das gesamte Deck auskratzen und neu kalfatern

  

 

  -  Kalfaterte Flächen pechen und abkratzen.

 

Diese Arbeiten dauerten von Anfang Juli bis Ende September. Soviel zum Thema "Zeitplanung".

Zwischenzeitlich haben wir noch alle Einbauten der Kapitänskajüte rausgerissen und sie komplett entkernt. Das Holz wurde mit einem Anhänger abtransportiert  (2 Fahrten) und im Sauerland entsorgt.


Ab Anfang Oktober haben wir uns dann die Backbord-Seite vorgenommen.

Die Arbeitsschritte:

  -  Die gesamte Backbordseite abschleifen




(So sah dann der geschliffene Kutter aus)

  -  marode und morsche Planken ausbauen

 


-  und durch neue Planken ersetzen



unterstützt und beraten wurden wir in dieser Zeit durch die Firma:

 Jan Stege, Industrieller Bootsbau und Montage von Baufertigteilen.

Telefonnummer und Adresse geben wir gerne weiter (unter "Kontakt" das Formular benutzen), wir waren jederzeit sehr zufrieden und können ihn wirklich weiterempfehlen... Danke Jan!!!

 

(es wurden auf dieser Seite ca. 50 lfm Planken ausgetauscht) 

-  die gesamte Seite kalfatern und pechen

 


 -  am 04.11.2007 beginnen dann die Streicharbeiten

 

 



Beim Streichen hatten wir leider nicht nur gutes Wetter. Daher entwickelten wir den "Lappentrick": In einer Hand nen Lappen, in der anderen Hand nen Pinsel  -  wischen - streichen - wischen - streichen ...

Von Mitte November bis Ende Dezember wurden die Arbeiten an der Steuerbord - Seite wiederholt. Diese Seite war in einem deutlich besserem Zustand. Daher wurden hier lediglich ca 5 lfm Planke ausgetauscht. Dafür mussten aber ca.15 Spunte gesetzt werden. Gestrichen wurde dann in der Vorweihnachtszeit, so verbrachten wir unseren 3. Advent mit Farbe und Pinsel.




Da wir im Jahr 2007 sehr viel Zeit und Kraft (und auch Geld) in den Kutter investiert haben, haben wir uns für dieses Jahr ein bißchen mehr Ruhe verdient, und wollen es langsam angehen.

So haben wir dann von Januar bis Mitte März eine "Kutterpause" eingelegt. Mitte März haben wir dann die neuen Namensschilder bekommen und montiert.



Am 30.03.2008 haben wir den Kutter von Cuxhaven nach Bremerhaven gefahren.



Abfahrt um 16.00Uhr - Ankunft um 2.00Uhr






Zurück in Bremerhaven

 



Im weiteren Verlauf des Jahres 2008 wurden am Kutter nur kleinere Reparatur- und Aufräumarbeiten durchgeführt.

Für das Jahr 2009 haben wir uns am Kutter verschiedene Ziele gesetzt:

   -  das gesamte Deck muss nochmal nachgepecht werden

   -  das Deck mit einer Klinge abziehen, abschleifen und oelen

   -  das "Sonnendeck" erneuern

   -  verschiedene Streicharbeiten

Folgende Arbeiten wurden im Jahr 2009 erledigt:

Das Schanzkleid wurde nachgestrichen.

Der Sockel vom Führerhaus wurde gestrichen (Danke Lutz, mein Bastelfreund)

Das Deck wurde nochmal komplett nachgepecht

Das Deck wurde abgekratz und gereinigt (Danke Kristin u. Ole)

Die beiden "Kirchenbänke" (Schandeckel) wurden montiert, geschliffen und mit Oel versiegelt.

Das Deck wurde geschliffen und mit Oel versiegelt.

Der Toilettenraum wurde neu gestrichen.

Im "Keller" (Motorraum) wurden im hinteren Bereich die Verkleidung demontiert, Holz, Spanten und Bilge gesäubert und gestrichen und die Verkleidung wieder montiert. Hier wurden zusätzliche Tanks für Seewasser für die Toilettenspülung und zusätzliche Regale eingebaut.

Zwei neue Starter-Batterien wurden installiert (Danke Werner)

Für das Jahr 2010 haben wir uns wieder verschiedene Ziele gesetzt.

- Der gesamte Kutter soll von außen neu gestrichen werden

- Das Sonnendeck erneuern (haben wir letztes Jahr nicht geschafft)

- Die Toilettenspülungen an die Seewassertanks anschließen

- In der Kapitänskajüte Boden verlegen, Wände isolieren und verkleiden,  Badezimmer installieren, Strom verlegen, und die Kajüte einrichten.

- Die Zentralheizung anschließen

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